Der Messvorgang !
Die zu prüfende Flüssigkeit wird in einen durchsichtigen Standzylinder entsprechender Größe
eingefüllt und auf die angegebene Bezugstemperatur des Aräometers temperiert. Unmittelbar vor der Messung wird die Flüssigkeit mit einem Glasstab gut durchgerührt um Dichte- und
Temperatschichtungen zu beseitigen und
die Flüssigkeit soll von nach oben steigenden Luftbläschen
frei sein. Um
mit einem Aräometer genau messen zu können, ist es wichtig, darauf zu achten,
dass der die Skala umschließende Stengel
einwandfrei sauber und die Flüssigkeits-Oberflächen nicht verunreinigt sind.
Dann kann sich der am Stengel anlegende
Wulst vollkommen gleichmäßig bilden. Das gereinigte Aräometer darf nur oberhalb der Skala
angefasst werden. Beim Eintauchen in die Flüssigkeit darf das Aräometer nicht mehr als 5 mm oberhalb der Ablesestelle benetzt werden, da durch anhaftende Flüssigkeit der
Messwert sonst verfälscht würde. Es ist darauf zu achten, dass der Meniskus gleichmäßig ausgebildet ist und sich bei den Auf- und Abwärtsbewegungen des
Stengels in Gestalt und Höhe nicht ändert. Ist dies nicht der Fall, so ist das Aräometer sorgfältig
zu reinigen.
Wie lese ich ein Aräometer ab ?
Dazu bringt man das Auge dicht unterhalb des Flüssigkeitsspiegels, so dass eine elliptische Grundfläche um den Stengel sichtbar wird. Nach geringem Anheben des Auges wird diese elliptische Grundfläche zu einem Strich. Wo dieser Strich die Skala schneidet, befindet sich die Ablese-Stelle (Ablesung unten). Die Dichte der Flüssigkeit ist temperaturabhängig. Es ist daher für genaue Messungen erforderlich, die Temperatur zu wissen, um gegebenenfalls eine Korrektur vornehmen zu können. Auch die Oberflächenspannung ist bei genauen Messungen zu berücksichtigen. Ein Aräometer gibt genaue Werte ohne Korrektur in den Flüssigkeiten an, für die es justiert ist. Für bestimmte Flüssigkeiten wird die Justierung so vorgenommen, dass die Ablesung oberhalb des sich am Aräometer-Stengel bildenden Wulstes erfolgen kann. Nur undurchsichtige, bzw. schlecht durchscheinende Flüssigkeiten werden nach dieser Methode gemessen. Die Bezeichnung "Ablesung oben" bezieht sich nur auf die Ablesung der Aräometer-Skala und bedeutet keinen Hinweis auf die Anbringung eines gewünschten Thermometers etwa oberhalb der Aräometer-Skala.
Nachstehende Abbildungen veranschaulichen das unterschiedliche Messverfahren
Oberflächenspannung Klasse niedrig (L) Klasse mittel (M) Klasse hoch (H) Temperatur-Korrektion
2. Flüssigkeit Soll auch eine Korrektur der gemessenen Flüssigkeitsdichte auf eine andere Temperatur erfolgen, so ist dies in der Regel mit Hilfe von chemischen
Tabellenbüchern möglich. In diesen sind die Ausdehnungskoeffizienten der Flüssigkeiten oder die Dichte in Abhängigkeit der Temperatur und Konzentration dargestellt. |